Vier

Luft,
sanft streichst Du über meine nackte Haut.
Kleine, feine Härchen erwarten neugierig
deine Liebkosung.
Wie zarte Federn stehen sie auf meiner Haut,
richten sich auf, damit sie Flügel werden,
und ich getragen werde,
in deiner säuselnden Umarmung während Du
meine Lungen mit Leben füllst.

Erde,
dunkel und satt klebst Du an meinen Füßen.
Ich rieche Deine Fruchtbarkeit nach dem Regen,
spüre die Jahrtausende, auf denen ich stehe.
Dein Herzschlag bestimmt unseren Kreislauf,
Du schenkst mir Leben und irgendwann kehre ich
zurück zu Dir,
um Neues entstehen zu lassen.

Wasser,
welche Wunder kannst Du vollbringen,
wenn Du Staub zum Leben erweckst.
In einem Tropfen glitzert Dein ganzes Wesen,
tosend vereinigst Du Dich,
zu einem Strom, der mich bannt,
dessen brüllender Energie ich lausche,
und Deinen Puls spüre,
während Du mich trägst.

Feuer,
ich spüre Dich in mir.
Wie Du Hitze entfachst und Eis schmilzt,
neugierig flackernd Dich von mir nährst,
bis ich in der Glut mich erkenne,
wärmend an meiner Seele,
lodernde Wünsche zulasse,
und Licht bin,
brenne.