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Ich steh am Fenster und lausche dem Regen,
rieche den Herbst und sehe noch satt grüne Bäume.

Meine Teetasse wärmt meine Hände und es
ist so friedlich im Zwielicht des Abends.

Ich würde mich jetzt gerne zurück lehnen,
die Ruhe teilen und vertiefen.

Ich würde gern das satt zufriedene, banale,
Glück des Wochenendes
zeigen und empfangen was rastlos macht,
um Hafen zu sein und geborgen borgen.

Mein Herz ist voll und quillt über in diesem Moment,
aber da ist niemand der empfängt
in diesem Moment.

Und so bleiben Tasse, Baum und Regen,
die Begleiter an diesem Herbstabend.

Und die offene Frage,
die schon so lange im Raum steht,
folgt mir leise auf die Couch.

Zwiegespräch

Ich trau’ mich nicht, sagt der Kopf.

Warum denn nicht?, fragt das Herz.

Weil ich nicht weiß, ob sich das Risiko lohnt, grübelt der Kopf.

Was für ein Risiko denn?, will das Herz neugierig wissen.

Dass ich es bereuen werde, resümiert der Kopf.

Hm…, überlegt das Herz.

Der Kopf schweigt. Das Herz pocht.

Ich bin für das Fühlen zuständig, Du für das Nachdenken. Sag mir, haben wir denn etwas bereut, wenn wir etwas gewagt haben?, sinniert das Herz.

Nein. Das haben wir bisher nie, findet der Kopf heraus.

Siehst Du, ich fühle auch keine Reue, wenn Du etwas wagst. Ich kann es kaum erwarten herauszufinden, was das Neue mit mir macht. Denn ich vertraue Dir und Deinen Entscheidungen. Du denkst an mich, freut sich das Herz.

Weil ich Dich brauche! erkennt der Kopf. Ohne Dich macht es keinen Spaß und mit Dir ist es bunt.

Dann bleib bei mir und ich bei Dir und uns kann gar nichts passieren, ermutigt das Herz.

Herz, es tut gut, wenn Du entscheidest, wenn ich es nicht kann, erkennt der Kopf.

Human – Rag ‘n’Bone Man

Maybe I’m foolish,
maybe I’m blind
Thinking I can see through this
and see what’s behind.

Got no way to prove it so maybe I’m blind.

But I’m only human after all,
Don’t put your blame on me.
Take a look in the mirror and
what do you see?

Do you see it clearer,
or are you deceived in what you believe?
Cos I’m only human after all,
you’re only human after all.
Don’t put the blame on me.

Some people got the real problems,
Some people out of luck.
Some people think I can solve them,
Lord heavens above I’m only human after all,
I’m only human after all,
Don’t put the blame on me.

Don’t ask my opinion,
don’t ask me to lie.
Then beg for forgiveness for making you cry.
Cos I’m only human after all,
Don’t put the blame on me
I’m only human.

Don’t put your blame on me
I’m no prophet or messiah.
Should go looking somewhere higher
I’m only human after all,
don’t put the blame on me,
I’m only human I do what I can
I’m just a man.

By Rag’n'Bone Man

Bonfire – F. Jaehn feat. Alma

Words,
I can hear the whispers about me
About me
Hurt, it hurts if I let all the poison in
If I let them win

When you’re mad, make it rain
You’re trying to put my fire out
You feel better now?
Spill your hate, bring your wisdom
Through it right into my flames
I want you to know

I am the bonfire
You make me stronger
You make me light up
With the shade you throw on me
Throw on me

I am the bonfire
You make me stronger
I’m going higher
I live off your gasoline

Breathe, now I close my eyes
And I just breathe, I just breathe
Hurt, but shit that doesn’t kill you
Makes you strong, so bring it on

Run your mouth around my business
So I can look like them other bitches
Let them drink, yeah, that’s my business
Fuel to the fire, fuel to the fire
Run your mouth, you can run your mouth
Think your rain can put my fire out
Spilling how you feel better now
Fuel to the fire, fuel to the fire

I am the bonfire
You make me stronger
You make me light up
With the shade you throw on me
Throw on me

I am the bonfire
You make me stronger
I’m going higher
I live off your gasoline

by Felix Jaehn feat. Alma Miettinen

Abendstimmung

Und dann ist da gerade,
so eben mal plötzlich,
aber doch langsam
über Wochen
diese entspannte Ruhe
in mein Leben getröpfelt.

Wie eine Katze
in der warmen Abendsonne,
so fläzt sich mein innerer
Sturm.
Nicht einmal ein sanfter Windhauch
rüttelt an den Grundüberzeugungen.

Schön ist es,
so ruhig zu sein.
Zufrieden mit dem Nichts
und gleichzeitig so reich im Erleben.
Und neben dem Sturm ist auch
der Drang
gerade verschwunden.
Und ich plätschere in den Stunden
Lebenszeit,
dümple auf den Wellen,
der allgemeinen Erregung
ohne selbst erregt zu sein.

Willkommen Zuhause,
sagt meine Seele und lächelt.
Schön, dass Du wieder da bist.

Keine Worte

Keine Worte finde ich für Dich,
der Du vor mir und vor dem Leben fliehst.
Fliehst Du,
oder scheust Du nur,
die Worte,
die sich widerspiegeln können
und Dir einen Spiegel vorhalten,
Deiner eigenen Sprachlosigkeit.

Nichts hast Du zu sagen,
zum Wert der geschenkten Zeit,
zum Wert Deines Gegenübers,
wenn Du Dich wortlos umdrehst,
und gehst,und stehen lässt,
was noch nicht einmal begonnen hat.

Ich weiß nicht,
wo darin der Sinn steckt.
Ich verstehe Dich nicht,
und genau das lässt mich länger grübeln,
über Dich,
und die Leere,
die Dich so laut umgibt.

Ohne Worte gehst Du durchs Leben,
wie willst Du die Schönheit beschreiben,
wie willst Du sie begreifen,
die Dich in den Momenten umgibt,
denen Du wortlos entgehst?

Beinah – Clueso

Bei dir zählt nur was zu gewinnen ist
Du willst alles haben
Und du zielst auf jedes Hindernis
Mit offenen Armen
Wenn du spielst geht nebenbei so viel kaputt
Doch das macht dich an
Was du suchst so bald du’s gefunden hast
Ist alles getan

Beinah!
Hättest du auch noch mich bekommen,
Das ist schon nicht schlecht
Beinah!
Wär ich dir nicht entkommen
Doch ich bin weg
Beinah!
Hättest du auch noch mich bekommen
Das verdient Repekt
Doch nur
Beinah!
Wär ich dir nicht entkommen
Tja; so ‘nen Pech!

Ich lass dich gern in deiner Welt allein
Wie kann jemand so hübsches nur so häßlich sein
Du kriegst was du willst, willst alles und nimmst noch mehr
Doch ich lauf dir jetzt nicht mehr hinterher
Weil du nur mit falschen Farben malst
Hab ich ein Bild von dir, das nicht mehr strahlt

by Clueso

Lovers truth

The experience you made is part of who you are and what you wanted to experience. It made you the current person. There is no need to be ashamed.

The need to feel desired is natural. To be desired is something beautiful, desire can be sexual and physical or something you feel deep in your heart. Love. There is nothing wrong in wanting to be desired in all these kind of ways. The fact that you enjoy being desired is normal. And I am sure if time goes by, your desire will develop into love. And you will accept it. So no need to be ashamed of wanting to be desired and searching for it. Enjoy the journey. No need to be ashamed of your past. As it made you who you are now.

Nothing satisfies you as good as your fantasy, except when dreams come true, you never knew you were dreaming about. Fulfilling your desires will not mean you will feel satisfied. Before you know it you will desire the next best thing.

Sexual passion is fueled by unfulfilled desires. If you have seen it all you will loose your passion. But you have to live some desires, experience some to keep your passion alive.

Cogito ergo sum

Nehmen wir einen intelligenten Menschen. Seine Intelligenz wird durch Leistung (ob schulische Noten, exzellente Arbeitsergebnisse oder brilliante Forschungsergebnisse) zertifiziert. Eventuell erhält der Mensch weitere Zertifikate seiner Exzellenz, zum Beispiel entsprechende Stipendien oder Jobangebote, an die jeweils ein Auswahlverfahren geknüpft ist, in dem der intelligente Mensch andere Mitbewerber hinter sich lässt.

Ein solcher Mensch, der wird sich im Laufe seines Lebens an Perfektion gewöhnen. Weil ihm bisweilen sein Ruf voraus eilt und Exzellenz also von ihm erwartet wird, gleichsam weil er dies vielleicht selbst von sich erwartet. Nur das Beste ist gut genug und Perfektion wird zum Alltagsgefühl. Außerdem wird er sich daran gewöhnen, öfters die besseren Argumente zu haben, vielleicht auch daran, dass ihm Wissen schneller zugänglich ist und er somit im Miteinander bisweilen im Vorteil ist. Vielleicht gewöhnt er sich auch an die Anerkennung, die er für seine Ausdrucksweise, seine Gedanken oder seine Art zu handeln erhält.

Wissen und Erkenntnis werden so wertvolle Güter im Selbstverständnis des intelligenten Menschens. Und ebenso die Sicherheit sich Wissen aneignen zu können und Erkenntnis zu erlangen. Der intelligente Mensch kann sich so daran gewöhnen, es schlussendlich “besser” als viele seiner Mitmenschen zu wissen: weil ihm das durch seine Erfahrung im Umgang mit anderen bestätigt wird, er weniger Widerspruch erfährt, weil seine Annahmen meist korrekt sind oder er Widerspruch als weniger bedrohlich empfindet, weil er diesen meist mit den Waffen seines Geistes entkräften kann.

Nun fragt sich also der intelligente Mensch, ob ihn seine kognitiven Fähigkeiten glücklicher machen können, als weniger helle Geschöpfe. Mag doch ein wacher, heller Geist Zugang zu vielem ermöglichen.

Der intelligente Mensch kann sich aber dadurch auch der allgemeinen Orientierungslosigkeit in einer komplexen Welt entwöhnen. Und wird so Opfer seiner selbst. Denn was passiert mit dem intelligenten Menschen, der sich daran gewöhnt hat, korrekte Annahmen zu treffen, wenn er bei sich selbst feststellt, dass eine über sich selbst angenommene Wahrheit im Innersten erschüttert wird. Und dass er sich nicht im Ansatz verstehen kann, obwohl er doch so vieles in der Welt versteht, was anderen unverständlich ist.

Diese Erkenntnis kann fatal für einen intelligenten Menschen sein. Oder befreiend.

Vier

Luft,
sanft streichst Du über meine nackte Haut.
Kleine, feine Härchen erwarten neugierig
deine Liebkosung.
Wie zarte Federn stehen sie auf meiner Haut,
richten sich auf, damit sie Flügel werden,
und ich getragen werde,
in deiner säuselnden Umarmung während Du
meine Lungen mit Leben füllst.

Erde,
dunkel und satt klebst Du an meinen Füßen.
Ich rieche Deine Fruchtbarkeit nach dem Regen,
spüre die Jahrtausende, auf denen ich stehe.
Dein Herzschlag bestimmt unseren Kreislauf,
Du schenkst mir Leben und irgendwann kehre ich
zurück zu Dir,
um Neues entstehen zu lassen.

Wasser,
welche Wunder kannst Du vollbringen,
wenn Du Staub zum Leben erweckst.
In einem Tropfen glitzert Dein ganzes Wesen,
tosend vereinigst Du Dich,
zu einem Strom, der mich bannt,
dessen brüllender Energie ich lausche,
und Deinen Puls spüre,
während Du mich trägst.

Feuer,
ich spüre Dich in mir.
Wie Du Hitze entfachst und Eis schmilzt,
neugierig flackernd Dich von mir nährst,
bis ich in der Glut mich erkenne,
wärmend an meiner Seele,
lodernde Wünsche zulasse,
und Licht bin,
brenne.