Echo

Ich habe heute von Dir geträumt,
ein Echo der gemeinsamen Jahre.
Ein Widerhall des Gefühls füreinander,
ineinander verschlungen.

Im Traum warst Du nah,
im Leben schon weit entfernt.
Deine Arme gaben Halt,
Dir selbst in diesem Gefühl.

Im Echo verschwimmt,
was damals war.
Dass es nie das war,
was wir uns wünschten.

Du warst bei mir,
wir waren eins.
Sahen einander,
waren wir.

Die Klänge aus unserem Leben,
solo für uns,
verwoben erst im Nachklang.

Ich bin aufgewacht,
aus diesem Echo,
was Wunsch war.
Den wir beide
uns nicht erfüllen konnten.

Und doch lausche ich dem Widerhall,
und finde ihn schön.

Schutzbefohlen

Ich habe mich der Welt
mit Schmerzenslust gestellt.

War einsam in meiner Suche
nach Nähe in fremden Armen.

Habe nach einer anderen Hälfte gesucht,
und mich unvollständig gefühlt.

Sah den Mangel an Fürsorge,
und die enttäuschten Erwartungen
in vielen Wegbegleitern.

Bis ich entdeckte, dass ich nicht eins bin,
dass in mir Facetten schillern und mein Leben
Freiheit ist, diese in ihrer Fülle zu leben.

Und ich meine Arme wurde, in denen ich
Trost finde und Glück spende.
Mir selbst schutzbefohlen bin,
und Kraft schöpfe.

Jeden Tag aufs Neue.
Das wunderbare Leben.

In dem ich stehe,
fest,
frei.

Was es ist

Es sind die Jahre, die mir zeigen,
wer ich bin, wenn ich ganz bei mir bin.

Es sind die Erfahrungen, die mich lehren,
worauf es mir ankommt, wenn ich Ich bin.

Es sind die Menschen, die mich begleiten und die mich verlassen,
durch die ich weiß, welche Begegnungen mich stärken.

Es sind die Momente, in denen sich Klarheit so glasklar Bahn bricht
und ich erkenne, was mir wirklich wichtig ist.

Es ist die Norm, der ich manchmal entspreche und manchmal nicht,
an der ich sehe, wann ich außergewöhnlich bin.

Es ist das Leben,
was sich langsam aber stetig vor mir entfaltet.
Und in dem ich jeden Tag ein Stück mehr von mir sehe,
und ein bisschen näher bei mir bin.

Es ist die Dankbarkeit,
für all die Chancen, die mir mein Leben bietet,
für all den Schmerz, der Platz für die Freude schafft,
nicht zu wissen, was morgen sein wird.

Textnachrichten

Ich starte entschleunigt in das Wochenende. Mein Zug hat schon jetzt 15 Minuten Verspätung.

Eben stieg die Schützenfest-Männertour auf Ausgang zu. Hat Bier und Mettbrötchen mit Zwiebeln im Gepäck. Die Gespräche schrauben sich in ungeahnte Höhen, man schwelgt im Zwiebeldunst in Erinnerungen an den Bierkönig auf Malle. Da wurden jede Menge blonde Miezen weggeflext. 

Man tauscht sich nun in der Tat über gemeinsame Erinnerungen an das letzte Schützenfest aus. Mittlerweile wird aus dem Flexen ein Verarzten. Scheinbar hat es letztes Mal die Meike erwischt. Mein Beileid.

Christian ist bei den Damen schwer gefragt. Auch auf Malle. Führte beim erneuten Besuch mit Freundin zu unangenehmen Situationen.

Die Gespräche drohen zu versickern, das Thema ist ausgelutscht. Man hört stattdessen die WhatsApp Nachricht eines abwesenden Kumpans ab. Der scheint sie vom Klo aus geschickt zu haben und beschreibt den aktuellen Prozess präzise. Die Stimmung erreicht einen erneuten Höhepunkt.

Ich darf jetzt aussteigen.

Kindermund

Auf einem Hoffest, im Hintergrund hört man Countrymusik von einer Bühne. Im Vordergrund steht ein Mann in der Schlange vor dem Wurststand. Ein Kind (sein Sohn) stürmt auf ihn zu.

“Papa, der Mann da singt lustig!”

“Der singt auf Englisch.”

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Ich steh am Fenster und lausche dem Regen,
rieche den Herbst und sehe noch satt grüne Bäume.

Meine Teetasse wärmt meine Hände und es
ist so friedlich im Zwielicht des Abends.

Ich würde mich jetzt gerne zurück lehnen,
die Ruhe teilen und vertiefen.

Ich würde gern das satt zufriedene, banale,
Glück des Wochenendes
zeigen und empfangen was rastlos macht,
um Hafen zu sein und geborgen borgen.

Mein Herz ist voll und quillt über in diesem Moment,
aber da ist niemand der empfängt
in diesem Moment.

Und so bleiben Tasse, Baum und Regen,
die Begleiter an diesem Herbstabend.

Und die offene Frage,
die schon so lange im Raum steht,
folgt mir leise auf die Couch.

Zwiegespräch

Ich trau’ mich nicht, sagt der Kopf.

Warum denn nicht?, fragt das Herz.

Weil ich nicht weiß, ob sich das Risiko lohnt, grübelt der Kopf.

Was für ein Risiko denn?, will das Herz neugierig wissen.

Dass ich es bereuen werde, resümiert der Kopf.

Hm…, überlegt das Herz.

Der Kopf schweigt. Das Herz pocht.

Ich bin für das Fühlen zuständig, Du für das Nachdenken. Sag mir, haben wir denn etwas bereut, wenn wir etwas gewagt haben?, sinniert das Herz.

Nein. Das haben wir bisher nie, findet der Kopf heraus.

Siehst Du, ich fühle auch keine Reue, wenn Du etwas wagst. Ich kann es kaum erwarten herauszufinden, was das Neue mit mir macht. Denn ich vertraue Dir und Deinen Entscheidungen. Du denkst an mich, freut sich das Herz.

Weil ich Dich brauche! erkennt der Kopf. Ohne Dich macht es keinen Spaß und mit Dir ist es bunt.

Dann bleib bei mir und ich bei Dir und uns kann gar nichts passieren, ermutigt das Herz.

Herz, es tut gut, wenn Du entscheidest, wenn ich es nicht kann, erkennt der Kopf.

Human – Rag ‘n’Bone Man

Maybe I’m foolish,
maybe I’m blind
Thinking I can see through this
and see what’s behind.

Got no way to prove it so maybe I’m blind.

But I’m only human after all,
Don’t put your blame on me.
Take a look in the mirror and
what do you see?

Do you see it clearer,
or are you deceived in what you believe?
Cos I’m only human after all,
you’re only human after all.
Don’t put the blame on me.

Some people got the real problems,
Some people out of luck.
Some people think I can solve them,
Lord heavens above I’m only human after all,
I’m only human after all,
Don’t put the blame on me.

Don’t ask my opinion,
don’t ask me to lie.
Then beg for forgiveness for making you cry.
Cos I’m only human after all,
Don’t put the blame on me
I’m only human.

Don’t put your blame on me
I’m no prophet or messiah.
Should go looking somewhere higher
I’m only human after all,
don’t put the blame on me,
I’m only human I do what I can
I’m just a man.

By Rag’n'Bone Man

Bonfire – F. Jaehn feat. Alma

Words,
I can hear the whispers about me
About me
Hurt, it hurts if I let all the poison in
If I let them win

When you’re mad, make it rain
You’re trying to put my fire out
You feel better now?
Spill your hate, bring your wisdom
Through it right into my flames
I want you to know

I am the bonfire
You make me stronger
You make me light up
With the shade you throw on me
Throw on me

I am the bonfire
You make me stronger
I’m going higher
I live off your gasoline

Breathe, now I close my eyes
And I just breathe, I just breathe
Hurt, but shit that doesn’t kill you
Makes you strong, so bring it on

Run your mouth around my business
So I can look like them other bitches
Let them drink, yeah, that’s my business
Fuel to the fire, fuel to the fire
Run your mouth, you can run your mouth
Think your rain can put my fire out
Spilling how you feel better now
Fuel to the fire, fuel to the fire

I am the bonfire
You make me stronger
You make me light up
With the shade you throw on me
Throw on me

I am the bonfire
You make me stronger
I’m going higher
I live off your gasoline

by Felix Jaehn feat. Alma Miettinen

Abendstimmung

Und dann ist da gerade,
so eben mal plötzlich,
aber doch langsam
über Wochen
diese entspannte Ruhe
in mein Leben getröpfelt.

Wie eine Katze
in der warmen Abendsonne,
so fläzt sich mein innerer
Sturm.
Nicht einmal ein sanfter Windhauch
rüttelt an den Grundüberzeugungen.

Schön ist es,
so ruhig zu sein.
Zufrieden mit dem Nichts
und gleichzeitig so reich im Erleben.
Und neben dem Sturm ist auch
der Drang
gerade verschwunden.
Und ich plätschere in den Stunden
Lebenszeit,
dümple auf den Wellen,
der allgemeinen Erregung
ohne selbst erregt zu sein.

Willkommen Zuhause,
sagt meine Seele und lächelt.
Schön, dass Du wieder da bist.