Monthly Archives: Februar 2016

Einblick

All day long she’s waiting for the night to ask her out
To be somebody’s dancer, to get lost inside a crowd
There‘s no need to talk, because the music is so loud,
Till a taxi drops her back into a morning full of doubts.

You can feel like a part of something if you’re part of the scene
You can make your life look pretty out a little ice and gin,
Wash off the make-up and prepare the aspirin
Well you can get out of this party dress but you can’t get out of this skin.

His home is where his heart is at the parties that he rolls.
Tells himself he can’t be lonely cause he’s never on his own,
But all the friends he makes at night, in the morning they are gone,
And he’s left with his four walls, his aching head, his silent phone

All day long she’s waiting for the night to ask her out
To be somebody’s dancer…

You can feel like a part of something if you’re part of the scene
You can make your life look pretty out a little ice and gin
Wash off the make-up and prepare the aspirin
Well you can get out of this party dress but you can’t get out of this…

Skin by BOY

Invader

Faszination,
du willst alles von mir sehen.
Tiefe Einblicke,
die Seele hinter dem Lächeln.

Alltag,
das was mich beschäftigt.
Mich bewegt,
mich auf-
und erregt.
Ich soll mich zeigen,
mich drehen und funkeln,
vor Deinen Augen.

Du atmest mich ein,
jeden Zentimeter,
nimmst alles in Dir auf.
Ein Abenteuer.

Du liebst mich im Moment,
weil ich anders bin.
Kein Alltag,
nicht vertraut.
Eine Fremde,
der Du nah sein willst.

Im hellen Grau der Morgensonne,
liege ich aufgebrochen vor Dir.
Du hast alles gesehen.
Ich bleibe zurück,
wie Geschenkpapier.
Eilig aufgerissen und
achtlos weggeworfen.

Und schon bist Du wieder
zwischen den Regalen,
unendlich viel
Auswahl.
Immer noch hungrig.
Du nennst es neugierig.

Girl Power

Die wunderschöne, grazile und enorm vollbusige Emily Ratajkowski (Schauspielerin, Model und u.a. zu sehen im Video zu Blurred Lines) schreibt in den fantastischen Lenny Letters darüber, was es heißt sexy zu sein und als fleischgewordener Männertraum die eigene Sexualität auszuleben.

Baby Woman by Emily Ratajkowski

Ein zarter, ernster und gleichzeitig sehr nachdenklich machender Einblick in die Seele einer schönen Frau, der ihre Schönheit nicht nur Türen öffnet; im Gegenteil. Emily kämpft nach wie vor damit ihre Balance zwischen ihrer eigenen Sexualität und dem Außenbild zu finden: I wish the world had made it clear to me that people’s reactions to my sexuality were not my problems, they were theirs.

Auch Edition F hat sich mit den Labeln, die einer selbstbestimmten Frau schnell verpasst werden, beschäftigt: Urteilsgarantie

Emily stellt in ihrem Text am Schluss eine zentrale Frage: Honoring our sexuality as women is a messy, messy business, but if we don’t try, what do we become?

In diesem Sinne: Seid stark, seid sexy und lebt Eure Sinnlichkeit. Seid mit ganzem Herzen, Körper, Seele Frau. Und lasst Euch nicht verunsichern, wenn Euer Selbstbild nicht in das Bild, was andere von Euch haben möchten, passt. Das ist nicht Euer Problem, es ist das Problem der anderen.

Schande

Es ist egal was Du
bist,
solange Du nicht
isst.

Zuviel, zuwenig,
es gibt ein Raster.
Wer nicht passt,
hat Laster,
die es auszumerzen,
einzudämmen,
zu kurieren
gilt.

Dem ist Einhalt zu gebieten,
dem Uferlosen,
Ungezähmten,
Unkontrollierten.

Es ist eine Schande,
wenn das Individuum,
über die Norm
ufert.
Sich Freiheit nimmt.

Faul.
Zügellos,
unbeherrscht,
unberechenbar.
Eigensinnig.

Eine Gefährdung,
für die Ordnung,
für das Wohl,
für die Gesellschaft.

In der nicht zählt,
was Du bist.
Sondern,
wie viel Du isst.

#stopbodyshaming #embracevariety

Die Religion des Essens, erschienen in der ZEIT

Menschenkind

Barfuß im Schnee
Kristalle unter meinen
heißen Sohlen
schmelzen
wie leidenschaftliche
Momente.

Es fehlt die Wärme
meine schwindet
umgeben von Schnee
den ich schmelze
um dem Frost
zu begegnen
der erfrieren lässt
was Leben verspricht.

Es fehlt Deine Hand
in meiner die
in dieser kleinen Begegnung
geborgen hält,
was im Eis so
kostbar ist.

Nähe.

Adonis

Dein Körper ist
ein Kunstwerk.
Muskeln wohlüberlegt
modelliert.
Eine Skulptur
aus Fleisch und Blut.

Dein Anblick,
schüchtert in seiner
Vollkommenheit ein.
Und doch zeigst Du
im Gespräch Deine
Unvollkommenheit.

Du denkst und fühlst,
und dennoch zählt
Dein Äußeres mehr als
Du bist
Körper.

Malen könnte man Dich,
fotografieren,
plakatieren.
Du verdienst gut daran.

Und Du triffst mich.
Sehnsuchtsvoll
auf der Suche nach
dem Unperfekten.

Du willst Leben,
ungeschminkte Nacktheit.
Falten und Röllchen,
unkontrollierte Atmung,
Schweißperlen auf
einem weichen Körper.

Wir prallen aufeinander,
wie die zwei Welten
aus denen wir kommen.

Niemals wird man uns
gemeinsam sehen.
Zu unterschiedlich.
Zu groß der Widerspruch
zum Bild
unserer Gesellschaft.

Und doch teilen wir
einen Moment
Intimität.
In dem das Geheimnis liegt
das Gleiches sich nicht
zu Gleichem gesellt.
In einer Nacht.

Ich bleibe Mensch
im Leben.
Unvollkommen.
Unversehrt.
Unzulänglich.

Und Du Gott
im Olymp.
Gelangweilt.
Getrieben.
Geblendet.

To read is what you need

Die Süddeutsche Zeitung hat gemeinsam mit dem Magazin der Süddeutschen Zeitung ein Dossier über die Liebe veröffentlicht. Darin sind 14 Interviews zum Thema zu finden. Das komplette Dossier ist kostenpflichtig. Aber einzelne Interviews sind auf der Onlineversion des SZ Magazins abrufbar. Wie dieses wunderbare Interview mit einer renommierten Scheidungsanwältin: “Im Gesetz steht von Liebe kein Wort”.

Spiel

Wer nie alles verloren,
nichts besessen,
zu Ende geträumt
und aufgewacht ist.

Der spielt mit
vollem Einsatz.
Verlust,
surreal und
faszinierend.

Adrenalin,
welches die Langeweile
des Wohlstands vertreibt.

Bis nichts mehr geht,
bis die Würfel fallen.
Alles auf rot.

Und es ist,
schwarz.