Monthly Archives: Januar 2016

In a broken dream

Every day I spend my time
Drinkin’ wine, feelin’ fine
Waitin’ here to find the sign
That I can understand
Yes I am.

In the days between the hours
Ivory towers, bloody flowers
Push their heads in to the air
I don’t care if I ever know
There I go

Don’t push your love too far
Your wounds won’t leave a scar
Right now is where you are
In a broken dream
Did someone bow their head ?
Did someone break the bread ?
Good people are in bed
Before nine o’clock.

On the pad before my eyes
Paper cries, tellin’ lies
The promises you gave
From the grave of a broken heart
Hmm

Every day I spend my time
Drinkin’ wine, feelin’ fine
Waitin’ here to find the sign
That I can understand
Yes I am. Oh.

I sit here in my lonely room

Don’t push your love too far
You know your wounds won’t even leave a scar
Right now is where you are
In a broken dream
And don’t you forget what I say

Performed by Rod Steward

Fährtensucher

Meine Sehnsucht nimmt
Witterung auf.
Da war etwas,
an dem ich mich berauscht,
beglückt habe.
Ein Fenster zu Welten,
ein Zugang durch Dich.
Durch uns.

Ich folge Deiner Fährte,
lausche mit den Augen,
suche mit der Seele.

Schmerz,
habe ich gefunden.
Meine Unschuld in der
Bärenfalle Deiner Erkenntnis.
Ich habe mich fangen lassen.

Deine Trophäe,
im Ausstellungsraum verachtet.
Gestorben ein Traum,
weil Du Erkenntnis fandst,
in dem Moment als Du anlegtest.
Der Schuss, der fiel.
Und traf.

Sieben Leben,
ich will Dir nur eines schenken.
Vom Herz lässt Du Dich lenken,
ich kann es riechen.

Verführerisch,
die Fährte.
Und an deren Ende
wartet Schmerz.

Ich dreh mich um,
nur ein Knacken verrät Dir
dass ich in der Lichtung stand.
Ein Schatten,
in Erinnerung gebannt.

Die Lichtung ist leer,
und ich beobachte Dich
weiter im Stillen.
In einem Wald voll Leben.

 

Let’s talk about…

Halten wir mal fest: Sobald man über etwas spricht, was ein bisschen wie “Sex” riecht, trifft man wahlweise auf infantiles, triebhaftes oder obszönes Interesse. Und ab da gehen dann die Definitionen der eigenen Intention soweit vom Gesprächspartner auseinander, dass viel Zeit für das Aufdröseln dieser Definitionen und Intentionen drauf geht. Die dann einem gesellschaftlichen Diskurs erstmal abgeht.

Liegt das daran, dass wir uns alle nicht so wirklich trauen offen und ehrlich “darüber” zu sprechen? Oder können wir das nicht, weil uns der “Trieb”dazwischen funkt und unser Interesse ein Eigenleben entwickelt, welches vom Verstand losgelöst ist?

Ich bastle schon lange an einer Idee, Sinnlichkeit, Erotik und Sexualität in all ihrer Vielfalt, Tiefe, Zartheit, Unberechenbarkeit, Undefinierbarkeit darstellen zu können. Und ich glaube fest daran, dass gerade Frauen in dieser Thematik viel zu kurz gekommen sind und viel zu wenig zu Wort. Dass Frauen aber sehr viel zu sagen und beizutragen hätten. Dass sich nur wenige bisher trauen. Und noch weniger im gleißenden Licht der Öffentlichkeit.

Je mehr meine Idee Gestalt annimmt, umso komplexer wird alles. Umso mehr werden mir Definitionen von Gesprächspartnern übergestülpt, die mich bisweilen sprach- und ratlos machen. Mir begegnet Interesse, dass ich freudig in die Arme schließen will und dann merke, dass es sich dabei gar nicht um Interesse an meiner Idee sondern um Voyeurismus handelt. Daraus entwickle ich eine Scheu, die mir bisher fremd war.

Es wird höchste Zeit, dass Sexualität als Triebbefriedigung, Voyeurismus, Egoismus an Bedeutung verliert. Dass Sinnlichkeit und Langsamkeit und Zartheit sich auch öffentlich entfalten dürfen. Es wird wirklich Zeit für meine Idee.

 

Und bis dahin hier ein bisschen Lesestoff über die Gedanken von Menschen, die schon darüber sprechen: Paartherapeuten und ihre Einstellung zum Thema Sex in der Paartherapie.

Thirtysomething

30 bis 40, ein Jahrzehnt. Mitten im Leben. An dem sich noch einmal Wesentliches entscheiden wird. Immer noch stellt sich Frauen die Frage: Kind oder Karriere? Sesshaft werden oder frei sein, mit allen Konsequenzen? Fühlt sich Einsamkeit anders an, wenn sich Freunde schwerer finden und die alten Freunde aus Kindertagen nur noch Pünktchen am Horizont sind, weil sich Lebenswege zu weit voneinander entfernten?

Es gibt kein Glaskugellesen. Kein Wissen wie es sich anfühlt Mutter zu sein, ein bisschen alles oder nichts. Kann ich eine Nichtentscheidung bereuen, ohne zu wissen, was mir entgehen würde? Mutter sein, heißt für mich auch Eltern sein. Bisher fehlt dazu einer. Selten stehe ich so bewusst am Roulettetisch, der sich Leben nennt, wie in diesem Jahrzehnt. Noch bin ich weit entfernt von “Nichts geht mehr!”. Glück, das kann für mich vieles sein. Glück muss nicht “Mutterschaft” heißen, aber es kann.

Thirtysomething – in den Jahren davor hat sich einiges getan und ich habe daraus viel gelernt. Ich kenne mich mehr, sehe im Spiegel mich und nicht nur meine Unsicherheiten. Habe manche Naivität abgelegt und manche Erfahrung gewonnen. Ich bin selbstständig, backe eigene Brötchen, die fantastisch schmecken. Gerade weil sie nicht immer perfekt geraten. Habe meine eigenen vier Wände, in denen ich die Königin meiner Welt bin. Habe meine Unabhängigkeit zu schätzen gelernt und werde zum ersten Mal auch für meine bereits gewonnene Erfahrung geschätzt. So leicht macht mir keiner mehr was vor und trotzdem habe ich nicht immer eine Lösung. Ich habe Fehler gemacht, aber viele bereue ich nicht.

Ich nasche ab und an an Früchten, die ich mir mittlerweile verdient habe. Sie schmecken süß, aber noch weiß ich nicht, ob ich verlässliche Ernte einfahren kann. Ich beginne eigenes Land zu kaufen und bestelle es, baue Handlungsspielräume aus, übernehme Verantwortung und suche mehr davon. Ich will wachsen, will mein Terrain abstecken – auf dass ich darauf am Lebensabend genüsslich campieren kann.

Die Liebe ist bisher nicht bei mir geblieben. Manchmal macht mich das traurig. Manchmal fühle ich mich befreit, bin dadurch mehr bei mir. Darf Entscheidungen nur für mich treffen. Auch wenn ich sie gerne immer mal wieder für und mit jemandem treffen würde. Ich habe gelernt mit der Einsamkeit umzugehen, ich kann Alleinsein. Ich genieße es, bei mir zu sein. Habe mich besser kennengelernt und bin souveräner darin für meine Seele und mein Herz zu sorgen. Es geht mir gut, gerade weil es mir ab und an schlecht geht. Schön, dass ich dennoch mehr Licht als Dunkelheit kenne. Ich fühle mich wohl und bin dennoch immer mal wieder unsicher.

Ich bin mutig. Das macht mich stark. Und doch habe ich Angst vor Veränderung. Vor dem Unvorhersehbaren, Unplanbaren. Vor dem Verlust, vor der Einsamkeit und vor dem Abschied. Und gleichzeitig stupst mich eine Unruhe immer dann an, wenn ich es mir vermeintlich gemütlich gemacht habe. Wissenshunger, nach dem was da noch alles zu entdecken ist. Freude darauf, Altbekanntes neu zu erfinden, Lust auf Ungewohntheit, Inspiration und visionäre Ideen. Push the boundaries und Spaß daran. Lebenselixier. In der Ambivalenz aus Angst und Freude entsteht die Spannung, die mich so neugierig auf das Leben macht. Die Neugierde gibt mir den Mut zu springen, die Stärke hält mich so lange zurück, bis ich zumindest weiß, dass ich mir bei einem Sprung nicht den Hals brechen werde. Vorerst.

Hallo, Thirtysomething. Wie schön, dass Du so unberechenbar bist. Ich bin interessiert Dich kennenzulernen. Zeig mal, was Du zu bieten hast. Ich bin mit vollem Einsatz dabei.

Zum Weiterlesen: Lebensjahrzehnte in der Zeit

Und als erster meiner Texte extern veröffentlicht *yeah baby*