Monthly Archives: Januar 2015

Stille

Still ist es in mir
ruhig und seelig.
So breitet sich
das Glück aus
in mir.

Die Erinnerungen an
köstliche Momente
Minuten im Rausch
volle Stunden.

Wie schimmernde Perlen
tropfen stetig in diesen ruhigen See.
Das Glück in mir
keine Worte
nur Du.

Dämmerung

Hast Du es gehört,
als Zarathustra sprach?
Freiheit sich schaffen,
im Geist, im Sein.

Der urgewaltige Knall,
er hat Dich aufgeweckt,
im Raum, im All.

Da bist Du nun,
frei schwebend,
ohne Ziel und
doch klar sehend.

Ein Neubeginnen,
ein Spiel,
ein aus sich rollendes Rad.
Ein Sternenfunkeln in
Unendlichkeit.

Anfang und Ziel,
wir sind verbunden.
Und Grenzen
im Weltraum verschwunden.

Und so erkennst Du
im Menschlichen,
im allzu Menschlichen,
das Göttliche.

Nackt

Du bist so schön,
wenn Du verletzlich
offen Dich mir zeigst.

Und jedes neue Geständnis
noch schüchtern
im Dunkeln geflüstert,
lässt Dich heller strahlen.

Meine, Deine Worte
zart gleiten sie
über Alabasterhaut.

Du willst beides,
an Dich halten und Dich befreien.
Lass Dich gehen.

Lass meine Hände,
Worte, Sehnen
Dir Deine Wege ebnen.

So zeig Dich mir
ohne Scheu
ohne Reu.

Du bist vollkommen.

Gold

Komm, wir graben nach Schätzen
Tief in uns verborgen
an stillen Orten und
geheimen Plätzen.

Die täglichen Erzählungen
sind voll von Schatzsuchenden, die
geblendet durch ihre Verfehlungen
den Schlüssel nicht finden.

Komm, ich reich‘ Dir einen Spaten
mach Dir ein Kreuz auf Dein Herz,
genau da sollst Du graben!

Um ihn zu heben,
den Größten,
den Schönsten
von allen Schätzen
an denen Du so reich bist,
Menschenseele, Seele, Mensch.

Leben.

Geduld

Bleibt ruhig,
ihr Wogen in der Eile.
Vertraut noch eine Weile,
in den Moment,
den ihr geschaffen.

Sammelt Eure Kräfte,
wie goldene Schätze.
Holt brausend Luft und
haltet dann den Atem an.

Bleibt ruhig,
während Ihr wachsen werdet.
Spürt Kraft und
Stärke, die Euch erdet.

Vertraut auf
das Meer in Euch.
Tröpfchen aus Erfahrung,
nähren Mut und Angst,
wie Ebbe und Flut.

Bleibt ruhig,
ihr Wogen in der Eile.
Dann trefft ihr Land
und Sand und Strand.
Werdet eins.
Sanft.

Triff mich am Klavier

Schließ Deine Augen und komm zu mir.
Du kannst mich spüren, Wärme
Gier.

Der erste Ton, noch zitternd
in der Stille.
Zieht langsam seine Kreise, in seinem
Bann Dein Wille.

Der schwarze Lack verführerisch
und kühl in Deiner Berührung.
In seinem Spiegel siehst Du mich
ergib Dich meiner Führung.

Die Tasten senken sich
und es erheben sich
die Klänge wie Gefieder.

Ich leg mich in ihr Tosen.
Ergib Dich mir, ergib Dich ihr,
komm leg Dich zu mir nieder.

Für Dich

Lass mich Deine Flügel sein.

Die Deine Wünsche schweben lehren.
Dich Deiner Wirklichkeit entheben.
Und Deine Fragen tragen.

Lass mich Deine Flügel sein.

Dir Deine Sorgen von oben zeigen.
Klein dort unten, nicht Dein eigen.

Lass mich Deine Flügel sein.

Die aus Mut Dir aus dem Rücken wachsen.
Stärke aus Deinem Herz gedacht.
Falle tief hinein, in meine Flügel.
In Dein Sein.