Monthly Archives: November 2013

Im Kino

“Hey Große, wann geht’s denn endlich los?”

Wie bitte?

“Wann der Film startet, wollte ich wissen?!”

Um 17.10 Uhr.

“Ja, nochmal ne andere Frage. Ich suche hier ne Wohnung. Hast du eine für mich?”

Nein, ich habe keine Wohnung übrig.

“Ah schade. Ich suche auch noch einen Job. (wendet sich an mich und meine Freundin). Habt ihr einen für mich?”

Nein, wir haben keinen Job im Angebot

“Okay, suchst du noch nen Freund? Ich bin noch Single.”

Nein danke. Ich möchte einfach nur den Film sehen.

Prioritäten

Ich war gestern als Mentorin unterwegs und zwischen ein paar Häppchen kam ich mit einer Kollegin ins Gespräch. Britta ist Medizinerin, liebäugelte aber immer mit den Geisteswissenschaften und hätte sich auch durchaus mit Kunstgeschichte als Studiengang anfreunden können. Mit meinen angewandten Geisteswissenschaften habe ich wiederum immer über einen so eindeutig zu verortenden Beruf wie Ärztin nachgedacht (meine Omas könnten dann auch mehr mit dem Broterwerb der Enkelin anfangen, als mit deren jetziger Berufsbezeichnung als “Kampagnenmanagerin”). Die letzten Jahre habe ich auch mehr als einmal überlegt, ob mir ein Berufsfeld wie Medizin mehr Sinn geben würde, mich mehr fordern und folglich vielleicht glücklicher machen würde. Es war hoch interessant einmal Brittas Perspektive zu hören, wie sie die Medizin wahrnimmt. Wie wenig Platz darin mittlerweile für den Dienst am Menschen ist, wie jede Behandlung in den ökonomischen Zahlen erstickt, sich dem wirtschaftlichen “Value”, den der Patient hat oder nicht hat, unterordnen muss.

Wir sprachen über das Leben und die Entscheidungen die man für sich darin trifft, wobei die Berufswahl mit Sicherheit eine sehr prägende ist. Zwei Impulse von Britta haben es mir wirklich angetan. Zum einen meinte sie: “Wir entscheiden uns irgendwann für einen Weg und fragen uns dann, während wir ihn gehen: Was ist mit all den anderen Abzweigungen, hätten sie mich vielleicht glücklicher machen können?”

Britta ist 10 Jahre älter als ich, hat eine 10 Monate alte Tochter und beneidete mich wirklich: Darum, dass ich Zeit habe trotz meines Berufs. Oder gerade durch meinen Beruf. Zeit für meine Freizeit, fürs Leben, fürs Reisen, für all die schönen Dinge. Sie betonte immer wieder, dass sie gerne weniger ehrgeizig gewesen wäre zugunsten von mehr Leben, mehr Entdecken, mehr Ausprobieren. Ich wiederum fühle mich öfters einmal stark verunsichert, weil ich eben nicht von einem Meeting zum anderen hetze, nur selten Termine mein Leben diktieren, ich bisher noch nie so viele Überstunden machen musste, dass ich mehr in meinem Büro als in meinem Heim Zuhause war. Ich bin nicht von meinem Job getrieben. Und dennoch fühle ich mich mit Ende Zwanzig im Vergleich zu meinen gleichaltrigen Freunden weniger produktiv, weniger beschäftigt, weniger im Karrierefluss. Ich kenne die Langeweile besser als die Überforderung oder den Stress. Ich habe ein geregeltes Arbeitsleben, einen sicheren und im Verhältnis gut bezahlten Job, bin früh zu Hause, meine Projekte sind überschaubar und ich habe Zeit für mich, für meine Freizeit, für Freunde. Bisher wäre mir nicht in den Sinn gekommen, dass mich jemand darum beneiden könnte oder dass ich etwas genau richtig gemacht habe. Ich fühlte mich eher unpassend in einer auf Effizienz und Produktivität getrimmten Leistungsgesellschaft, deren Ziel ist nach “Mehr” zu streben. Dazu kommt, dass das Leben meiner Freunde meist ganz anders ist und die wenigsten dadurch meine Freizeit mit mir teilen können…weil eben noch schnell ein Projekt rein gekommen ist, man doch kurzfristig die halbe Nacht durcharbeiten muss, etc.

Und dann kam Britta : “Anna, ich habe viel mit Patienten zu tun, die wissen, dass ihnen nicht mehr viel Zeit bleibt. Sie blicken auf ihr Leben zurück und wünschen sich mehr Zeit mit der Familie, mit Freunden verbracht zu haben, intensiver gelebt zu haben. Ich habe noch nie jemanden sagen hören ‘Ich wünschte, ich hätte mehr gearbeitet oder mehr Zeit mit meinem Job verbracht.’”

Ich bin froh Britta begegnet zu sein. Meine Prioritäten sind wieder klar. An erster Stelle steht das Leben.

Einatmen, Ausatmen

Ich höre Männern gerne zu. Noch lieber, wenn sie mich dabei zum Essen einladen oder wirklich was zu sagen haben. Jetzt habe ich durchaus schon vielen Männern zugehört und meistens höre ich da: Arbeit, Projekte, Arbeit, wenig Zeit, Agenda, Termine, To-Do-Liste, Arbeit, Reminder, Freizeitstress, Arbeit. Ab und an sagen sie auch: wenig Zeit, Druck, Optionen offen halten, Verpflichtungen.

Nie sagen sie: Workaholic.

Und ich denke: Prioritäten, Leben, Genießen, Zeit haben, Freude empfinden, Lust schaffen, Entspannen, sich gehen lassen. Öfters auch: Runterkommen.

Nie sage ich: Wahnsinn.

Aber es gibt da was, das scheint ein bisschen zwischen all der Manageritis, dem Burn-out Lifestyle und der emsigen Geschäftigkeit in Vergessenheit geraten zu sein. Ein Produkt, welches scheinbar seinen Lebens- und Leistungszyklus schon verlebt hat, die Haltbarkeit überschritten, so verstaubt es irgendwo hinter kreischenden Effizenzgedanken, Lebensoptimierern und Work-Life Balancekünstlern: Der Müßiggang.

Müßiggang, laut Wikipedia ist er das Aufsuchen der Muße, das entspannte und von Pflichten freie (Aus-)Leben. Und eben nicht die Erholung von besonderen Stresssituationen oder körperlichen Belastungen. Oh oh, das heißt also man muss schon eine gewisse Grundentspanntheit mit sich bringen, um überhaupt in den Genuss von Müßiggang zu kommen? Das macht ihn ja beinahe zum Luxusartikel. Und was kann er noch, der Müßiggang? Wikipedia weiß, dass er zum Beispiel mit geistigen Genüssen oder leichten vergnüglichen Tätigkeiten einher geht, jedoch auch das reine Nichtstun bedeuten kann.

Ich höre Männern gerne zu. Wenn sie von ihrer Arbeit reden, ist das eine gute Gelegenheit mich dem Müßiggang hin zu geben. Und vergnüglich ein Glas Wein zu trinken.

Tiefgang

Er: Hallo, schön dass du mich auf meiner Seite besucht hast und du Jungs mit Brille magst. Ich will nicht oberflächlich wirken, aber wie es nun mal so ist, sollte es zwischen zwei Menschen auch eine körperliche Anziehung geben. Du schreibst du hast ein paar Kilo mehr, was kann ich mir darunter vorstellen?

Sie: Oh kein Problem, das ist oberflächlich, aber das sind wir ja alle. Ich hab dir weitere Fotos freigeschalten.

System: Das Mitglied hat Ihre Fotos betrachtet und Ihre Nachricht anschließend unbeantwortet gelöscht. Bei dem Mitglied handelt es sich um ein potentielles Opfer im Markt der Möglichkeiten. Sollten Sie selbst keinem, von gängigen Lifestyle Magazinen propagierten, Schönheitsideal entsprechen, wird Ihnen der Zugang zum Markt der Möglichkeiten hiermit verwehrt. Ihnen entgehen damit Optionen auf mittelmäßige bis durchschnittliche Junggesellen mit einem Hang zum Sprunghaften. Gerne verkaufen wir Ihre Daten an Dritte, die Ihnen Produkte anbieten können, welche Ihr Wesen und Ihren Geist verschlanken und optimieren. Dieser Service ermöglicht Ihnen das Beste aus sich zu machen und gleicht aus, was Ihnen Ihr Schöpfer verwehrt hat. Gern geschehen.

Jagdsaison

Ja, es gibt so etwas wie die Hochsaison im Online-Dating. Wo die Nachfrage besonders hoch ist. Und das steht meistens auch in direkter Relation zum Wetter. Wie bei den Pauschalreiseanbietern. Hier kommt er also, der Saisonkalender fürs Online-Dating. Natürlich fundiert wissenschaftlich recherchiert und auf intensiven Erfahrungswerten basierend:

Januar
Der Monatsanfang ist ideal, die Vorsätze gut, der Idealismus frisch, der Urlaub noch vorhanden, die Lust sowieso. Zuschlagen.

Februar
Schwierig, der Arbeitstrott hat die Liebeshungrigen bereits wieder fest im Griff und zumindest die Rheinländer setzen alles auf eine Karte am Monatsende: Den Karneval. Wer braucht da noch Online-Dating?

März
Noch schwieriger, der Karneval hat seine Spuren hinterlassen – eine Erkältung/Blasenentzündung/STD hat den virtuellen Amor außer Gefecht gesetzt. Die Folge: tote Hose.

April
Langsam lassen sich die ersten Karnickel im Park blicken, das bringt einige auf Gedanken…wer sich jetzt auf virtuellen Liebesportalen tummelt könnte gute Karten haben.

Mai
Sofern der Wonnemonat ordentlich Sonne im Gepäck hat: Ideal fürs Online-Dating. Ausgehungert wagen sich die Bildschirm Gebräunten wieder in reale Abenteuer, das kann nur eines heißen: Now is the time baby!

Juni
Sommer, Sonne, Liebe. Mehr gibt es nicht zu sagen.

Juli
Auf den Portalen wird es etwas ruhiger, man hat langsam rausgefunden, dass reales Grillen im Park irgendwie sättigender und befriedigender ist. Die Chance über einem verkohlten Würstchen ins Gespräch zu kommen, statt über ein Chatfenster, nimmt exponentiell zu.

August
Die Zahl der Pädagogen in einschlägigen Liebesforen nimmt nun ebenfalls exponentiell zu. Wer diese Berufsgruppe eher meiden will und auch Schülerfahrten an spanischen Küsten entgehen will, der stürze sich lieber in Arbeit, statt ins Netz.

September
Der Sommer zieht sich langsam zurück, nicht so die Suchenden. Ideale Zeit für solche, die gerne spontan auf “Reisepartner gesucht” Angebote antworten. Oder selbst nicht alleine verreisen wollen.

Oktober
Wenig los. Jeder scheint damit beschäftigt zu sein vor dem Jahresgespräch noch einmal alles zu geben. Zeit für einen “Nebenher-Chat” oder gar einen “Kennenlern-Drink” ist da schon gar nicht. Geld statt Liebe ist die Devise.

November
So langsam wird es trist vor der Haustür. Zwar haben das goldene Herbstlaub im Oktober und die letzten Sonnenstrahlen Begehrlichkeiten geweckt…aber der Novembernebel und die kürzeren Tage führen einem das erst drastisch vor Augen. Hinzu kommt die perfide “Es wird Weihnachten – wir sind jetzt alle ganz kuschelig” Masche der Konsumgüterindustrie. Jeder will plötzlich kuscheln. Jeder will jemandem unterm Baum den man romantisch beschenken kann und umgekehrt. Das ist DIE Chance für die einsamen Herzen im WWW.

Dezember
Mit jeder neu angezündeten Kerze auf dem Adventskranz steigt der Druck im alten Jahr noch schnell die große Liebe klar gemacht zu haben. Die Suchmaschinen auf den Partnerportalen rotieren, man neigt zu Übersprungshandlungen und Kurzschlußreaktionen. Der Markt ist überhitzt, die Erwartungen so überdimensioniert wie der Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz. Spätestens an Silvester entlädt sich alles in einem hemmungslosen Champagnerbad – zur Not auch mit geöffnetem Chatfenster im Hintergrund. Gut, dass das neue Jahr noch jung ist, denkt man sich. Und fasst gute Vorsätze fürs neue Jahr. Denn da wird alles anders.

Was wirklich zählt

Ein älteres Paar, sagen wir mal so um die 80, steigt zittrig in die Bahn ein. Zwei Plätze, getrennt durch den Mittelgang, sind noch frei. Die beiden setzen sich.

Sie: “Möchtest du auch ein Stück Zeitung?”
Er: “Nein danke, ich habe leider meine Brille nicht dabei.”

Schweigen…die Zeit vergeht, zwei Haltestellen passieren wir.

Er: “Helga, hast du eigentlich das Licht gestern abend auf der Empore gelöscht?”
Sie: “Ja.”
Er: “Ich wollte das ja machen, habe es vergessen und bin ins Bett. Nicht dass es heiß läuft…”

Schweigen. Für den Rest der Fahrt. Ca. 1 Stunde.

Too much shit

„Hey, ich wollte mich jetzt noch einmal auf diesem Wege bei dir melden…weil ich nach wie vor an unserem geplanten Treffen vor einer Woche festgehalten habe. Es war nur so: Irgendjemand hat mein Konto gehackt und ich hatte plötzlich keinen Zugriff mehr darauf. So konnte ich dir auch nicht bestätigen, dass es bei dem Treffen bleibt und mit dir nochmal genauen Zeitpunkt und Ort besprechen. Und dann wurde durch ein Apple Update auch noch deine Telefonnummer von meinem iPhone gelöscht. Und manchmal kommt auch echt alles zusammen, so hatte ich bis jetzt keine Möglichkeit mich wieder ins Internet einzuloggen und ein neues Profil zu erstellen und dir somit eine Nachricht zukommen zu lassen. Ich hatte ja aber auch keinen WhatsApp oder Facebook-Kontakt von dir, also auch keine Chance dich sonst irgendwie zu kontaktieren. Es ist manchmal einfach too much shit auf einmal. Aber hey, ich will dich nach wie vor immer noch kennenlernen, freue mich auf Nachricht von dir!“

 

Hasenpower

Also theoretisch kann einem die Liebe ja überall passieren. Theoretisch. Praktisch, fokussiert die Singlefrau bestimmte Termine wie beispielsweise einen wochenendlichen Clubbesuch, ein Käffchen im Szenecafé oder einen Spaziergang durch die Stadt als „Gelegenheiten“. Gelegenheiten, in denen sich Mr. Richtig offenbaren könnte. Daher möchte Frau auf alles vorbereitet sein. Oft endet das darin, dass Frau wieder mal nichts Anzuziehen hat, die Haare schlecht liegen, der Rasierer herzhaft in die Wade beißt, der Lidstrich verrutscht ist und das Auge durch krümelnde Mascara tränt. Die Gelegenheit wird zum Stress. Mr. Richtig tut währenddessen irgendwo anders das Richtige und lässt sich nicht blicken.

Und dann gibt es die sogenannten „Notwendigkeiten“, nämlich wenn die Singlefrau ohne großes Tamtam ihr schützendes Nest verlässt um entweder einzukaufen, zum Sport/Arzt/Kiosk/Bäcker zu gehen oder einfach nur um von A nach B zu kommen. Hier greift die Singlefrau pragmatisch zum nächstbesten und gerade greifbaren Kleidungsstück (ne Jogginghose? Egal – tut es auch), zieht sich die Bommelmütze über die strähnigen Haare und die regenabweisende Jacke übers abgewetzte Oberteil. Und hastet hinaus in die Welt. Und wird zum Publikumsmagneten, Männertraum, Blickfang mit Bommelmütze. Gerade die Bommelmütze scheint es all den Mr. Richtigs da draußen besonders angetan zu haben. Prompt werden von ihnen Laternenpfähle und grüne Ampel übersehen, Mann verrenkt sich im Auto für einen noch längeren Blick auf die radelnde Bommelmütze, verleiht mit der Hupe seiner Anerkennung Ausdruck und ringt sich ein gewinnendes Lächeln ab. Dieses wird von der, von der Notwendigkeit der Besorgung getriebenen, Singlefrau nonchalant übersehen. Manchmal, so scheint es, braucht es nur einen simplen Bommel an einer Mütze, damit einem das Tierreich die Männerwelt zu Füßen liegt.

Must have der Saison

Must have der Saison

Alte Liebe rostet nicht

Diese Dame und ihre dazugehörige Geschichte begegnete mir bereits im Sommer. Es war ein brüllend heißer Vormittag und ich flüchtete mich in den einzig logischen Ort: Ein Eiscafe am Zülpicher Platz. Natürlich hatte ganz Köln dieselbe Idee, so dass kein Plätzchen mehr frei war. Nein halt…an einem winzigen Tisch nahe der Straße saß eine ältere Dame und neben ihr war noch ein Plätzchen frei. Ich drängte ihr meine charmante Gesellschaft auf und ließ mich neben ihr nieder. Wie das so ist in Köln, kamen wir nach ein paar Sekunden in ein vertrauliches Gespräch: Die Dame geht auf die 85 zu, kommt seit mehreren Jahren jeden Spätvormittag ins Eiscafe und nimmt dort Bruschetta als Mittagsimbiss zu sich. Ab und an gesellen sich ihre Freundinnen dazu, die sie schon ewig kennt (will heißen, seit ihrer Jugend). Soweit, so banal. Ich weiß nicht wie wir den Dreh hinbekommen haben, aber natürlich kreiste das Gespräch ziemlich schnell um Männer.

Die Dame ist seit 65 Jahren verheiratet – und hat davor nie was anbrennen lassen, wie sie mir versicherte. Schießlich ist sie ein waschechtes Kölsches Mädsche. Es war auch nicht ihr Plan so früh zu heiraten und es überhaupt so lange zu bleiben – aber so ist das eben mit der großen Liebe: Die wirft mal eben alles über den Haufen. Alles fing an mit einem Tanzabend im damaligen Kolpinghaus. Da kam so ein ungelenker Mann recht forsch auf sie zu und forderte zum Tanz: Es stellte sich heraus, dass der Mann nicht so ungelenk war, wie vorher angenommen. Man verliebte sich, so einfach war das damals noch. Heutzutage muss unser eins die Männer mit Bier von der Theke weglocken, ihnen mühsam ein paar Moves aus den Hüften kitzeln, um dann unverrichteter Dinge wieder nach Hause zu fahren. Andere Geschichte. So…die beiden verliebten sich also. Es gab nur ein Problem: Er kam nicht aus Köln. Lebte nicht in Köln. Arbeitete nicht in Köln. Sondern in Norddeutschland. Meine Dame wiederum wollte Köln niemals verlassen, schon gar nicht für einen Mann. Wie ungebührlich. So kompliziert war das damals. Aber die große Liebe, die kann ja bekanntlich Berge versetzen. Und so zog der norddeutsche Mann in die Domstadt und suchte sich vor Ort nen neuen Job. Revolutionär. Die beiden bekamen dann 7 Kinder und noch einmal mindestens doppelt so viele Enkelkinder. Sie sehen sich nach wie vor jeden Tag: Wenn sie ihn im Melatenfriedhof besucht, nach ihrem Mittagsimbiss im Eiscafe.